Hundekauf

Checklisten Hundekauf

Bevor du einen Hund in dein Zuhause aufnimmst, muss einiges geklärt werden; du musst dir über bestimme Sachen Gedanken machen, einiges organisieren und natürlich das eine oder andere kaufen. Im Detail hängt das alles von verschiedenen Faktoren ab, z.B. davon ob du einen Welpen oder ausgewachsenen Hund adoptierst, ob er vom Züchter oder aus dem Tierheim kommt, ob du bereits Hunde hast, ob du in einer Wohnung oder einem Haus lebst, zur Miete oder in Eigentum, allein oder mit anderen und noch von vielem anderen. 

Zuerst solltest du dir also ganz genau darüber im Klaren sein, ob du die Verantwortung übernehmen kannst, die die Adoption eines Hundes mit sich bringt. Dann musst du alle organisatorischen Aspekte abhaken. Und zum Schluss geht es ans Kaufen wichtiger Utensilien. 

Checkliste 1: Bevor du dich für einen Hundekauf entscheidest 

Denk über all diese Punkte nach, bevor du dich final dazu entschließt, einen Hund aufzunehmen: 

  • Darfst du einen Hund halten? Erlauben deine Gesundheit/ deine Wohnsituation dir den Besitz eines Hundes? 
  • Gibt es in der näheren Umgebung Möglichkeiten für kurze und lange Gassi-Runden? 
  • Hat jemand in deinem Haushalt eine Hundehaarallergie? 
  • Hast du genug Zeit, um dich mit einem Hund zu beschäftigen und 3x am Tag mit ihm raus zu gehen? 
  • Kannst du dich für die Lebensdauer eines Hundes (durchschnittlich 15 Jahre) an ein Lebewesen binden? 
  • Kann sich jemand um deinen Hund kümmern, wenn du krank bist oder verreisen musst? 
  • Kannst du dir einen Hund leisten, auch wenn ein medizinischer Notfall eintritt? 
  • Kannst du damit umgehen, dass ein Hund einen eigenen Willen und Charakter hat? 
  • Bist du bereit, Liebe, Zeit und Energie zu investieren, um deinen Hund zu erziehen bzw. von früheren Traumata zu befreien? 

Checkliste 2: Organisatorisches klären 

Wenn du dich final dazu entschlossen hast, einen Hund zu adoptieren, wird einiges an Organisation fällig. Einiges musst du vor dem Einzug deiner Fellnase erledigen, anderes kannst du nach und nach in Angriff nehmen: 

  • Such einen Namen für deinen Hund aus. 
  • Schließ eine Haftpflichtversicherung für deinen Hund ab oder prüfe, ob ein Hund in deiner Haftpflichtversicherung mit abgedeckt ist und informiere den Versicherer.
  • Bereite die Anmeldung für die Hundesteuer vor. 
  • Grenze Bereiche deines Zuhauses, die dein Hund nicht betreten soll, ab, z.B. mit Türgittern. 
  • Mache dein Zuhause und deinen Garten ausbruchsicher. 
  • Sichere dein Zuhause; schließ alles Gefährliche weg. 
  • Suche eine Hundeschule aus, die du mit deinem Hund bei Bedarf besuchen kannst. 
  • Informiere dich über Hundeerziehung. 
  • Sprich dich mit Personen, die mit dir leben oder oft zu Besuch sind, ab und lege fest, was der Hund darf und was nicht. 
  • Suche einen Tierarzt in deiner Nähe. 
  • Entscheide, ob du eine Kranken-, OP- und Unfallversicherung für deinen Hund abschließen willst.  
  • Lass deinen Hund im Haustierregister registrieren und organisiere, dass dein Hund gechipt wird. 
  • Informiere dich, ob es für die Rasse deines Hundes gesetzliche Auflagen gibt. 
  • Plane, wie dein Hund zu dir kommt: Holst du ihn ab, wird er gebracht? 
  • Nimm dir Urlaub, falls du einen Welpen aufnimmst.  

Checkliste 3: Was du für deinen Hund kaufen musst 

Wenn du dir zum ersten Mal einen Hund anschaffst, musst du ziemlich viele Dinge kaufen. Wenn schon ein Hund bei dir lebt, hast du einiges bereits da, musst aber trotzdem einkaufen gehen. Das hier solltest du alles da haben, wenn dein Hund bei dir ankommt: 

  • Futternäpfe 
  • Wassernäpfe
  • Hundekorb und/ oder Hundedecke 
  • Hundefutter
  • Leckerlies
  • Kauknochen
  • Hundehalsband
  • Hundeleine
  • Schleppleine
  • Hundespielzeug
  • Kauspielzeug
  • Hundeshampoo
  • Zeckenzange
  • Erste-Hilfe-Set für Hunde 
  • Reinigungsmittel für die Wohnung 
  • Transportbox fürs Auto 
  • Autodecke
  • Hundekotbeutel

Außerdem brauchst du je nach Hunderasse und Alter und deiner Wohnsituation eventuell folgendes: 

  • Bürsten, Kämme 
  • Maulkorb
  • Hundehütte
  • GPS-Tracker 
  • Kennel

Fazit

Du merkst schon: Einen Hund sollte man nicht einfach mal eben so spontan adoptieren. Zumindest ein paar Gedanken solltest du dir vorher schon machen und ein paar Tage Vorlaufzeit einplanen, um alles zu organisieren und einzukaufen. Über die Notwendigkeit mancher Dinge kann man diskutieren und im Endeffekt ist es immer dir selbst überlassen, wie viele Gedanken du dir machen, welche Versicherungen du abschließen und was du alles kaufen möchtest. 

Uns geht es in keiner Weise darum, dir unnötige Sachen aufzuschwatzen, damit du viel Geld ausgibst. Der Gedanke liegt eher darin, zu Beginn etwas mehr zu investieren, damit du später nicht auf unerwarteten Kosten sitzen bleibst. Eine Haftpflichtversicherung schützt dich finanziell, wenn dein Hund das Eigentum anderer zerstört. Kauspielzeug verhindert im Idealfall, dass dein Hund deine Möbel anknabbert. 

Wenn dir die Punkte, die es zu bedenken und organisieren gilt, zu viel sind und die Dinge, die du kaufen solltest, zu teuer, entscheide dich lieber gegen einen Hund. Zumindest für jetzt. Ein Hund kostet Zeit, Energie und Geld und wenn du das nicht hast, ist das überhaupt nicht schlimm – solange du dann nicht trotzdem einen Hund aufnimmst. Im schlimmsten Fall seid ihr dann nämlich beide überfordert und unglücklich und du gibst ihn wieder weg.  

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